Collagen

Dürrenmatt hat nur während kurzer Zeit und in kleinerem Rahmen Collagewerke geschaffen, in denen er ausgeschnittenes Bildmaterial mit der Gouachemalerei kombinierte. Vor allem Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre spielte er mit dieser Form – zur gleichen Zeit, wie er in seinem Übungsstück für Schauspieler „Porträt eines Planeten“ (1970) auch schriftstellerisch mit der Collage- und Montagetechnik experimentierte. Diese Werke sind durch ihren engen Bezug auf zeitgeschichtliche Ereignisse wie etwa den Vietnamkrieg oder die Mondlandung charakterisiert.

Weniger ein künstlerisches Werk denn ein Werk der persönlichen Erinnerung an das Theater stellt die grosse Wandcollage dar, die Dürrenmatt um 1969 am Ort des grossen Heilsarmee-Bildes in seinem Arbeitzimmer in einer Nacht produzierte, als er das fünf Meter breite Varlin-Bild für eine Ausstellung ausgeliehen hatte.

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