Friedrich Dürrenmatt – Tierwelten

Friedrich Dürrenmatt, Ugo Rondinone, Christine Sefolosha

1. Juni - 29. September 2024

Wie stehen wir zu den Tierwelten, die uns umgeben? Die Ausstellung im Centre Dürrenmatt Neuchâtel widmet sich den vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier bei Dürrenmatt.

Animaux
Friedrich Dürrenmatt, «Herkules und der Stall des Augias», 1963, Gouache auf Karton, 54.5 x 44.5 cm, Privatsammlung
© Centre Dürrenmatt Neuchâtel/Schweizerische Eidgenossenschaft

Friedrich Dürrenmatt war ein grosser Tierfreund und fühlte sich eng verbunden mit diesen Wesen, die uns so ähnlich sind. In ländlicher Umgebung aufgewachsen und als Erwachsener stets von Haustieren umgeben, stellte er sich oft vor, er sei ein Zwischenwesen oder ein Tier. 

Dürrenmatt diagnostiziert in seinem Werk eine schicksalhafte Verbindung zwischen Mensch und Tier und in einem weiteren Sinn zwischen Mensch und Umwelt. Im westlichen Denken ist das Tier zur Antithese des Menschen geworden. Aus dem Vergleich mit den Tieren schloss die Philosophie auf die Überlegenheit des Menschen und rechtfertigte seine Vorherrschaft. In vielen seiner Zeichnungen setzt sich der Schweizer Schriftsteller und Maler mit dieser Vorstellung des Menschseins auseinander.

Dürrenmatt bestreitet nicht, dass Tiere anders sind als wir, und er lässt sich von ihnen inspirieren. Das Tier verfügt  über eine andere Intelligenz als der Mensch. Daraus leitet Friedrich Dürrenmatt die Frage ab, was wir von den Tieren lernen können.

Auf dem Rundgang begegnen wir dieser Frage auch bei den Skulpturen von Ugo Rondinone und den Bildern von Christine Sefolosha, die sich in einem erweiterten Sinn damit auseinandersetzen.

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