Friedrich Dürrenmatt und die Schweiz

Vom 17. Januar bis zum 2. Mai 2021 im Centre Dürrenmatt Neuchâtel: Die Schweiz, wie sie Friedrich Dürrenmatt erlebte, durchdachte und in seinen Schriften, Bildern und Reden vielgestaltig darstellte.

Friedrich Dürrenmatt et la Suisse
Friedrich Dürrenmatt, «Mirage-Affäre», 1973, Mischtechnik, Privatbesitz
© CDN / Schweizerische Eidgenossenschaft

Die Schweiz taucht im Werk von Friedrich Dürrenmatt an vielen Orten und in verschiedener Form auf. Ebenso vielfältig ist das Verhältnis des Schriftstellers und Malers zur Schweiz. Distanziert und engagiert zugleich, kritisch und mahnend, zuweilen auch verständnisvoll, aber nie: neutral. 

Als Berndeutscher, der in der Romandie lebte, verkörpert er auf eigene Weise eine vielseitige Schweiz – eine Schweiz in Bewegung, voller Ideen und Ressourcen, aber auch Gefangene eigener patriotischer Mythen. Nicht selten steht hier die Generation Dürrenmatts im Widerstreit mit der Generation ihrer Eltern.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts steht im Zeichen des Kalten Krieges und auch des Fragens nach Schuld und Verantwortung. Daneben befindet sich das Land in einem tiefgreifenden Wandel: Suburbanisierung, neue Mobilitätsformen, Babyboom, Frauenwahlrecht, Jura-Frage usw. Der Schweizer Mikrokosmos spiegelt und integriert auf eigene Weise die politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen, die Europa und die Welt prägen. Dürrenmatt erfährt diese Veränderungen zuerst in seinem täglichen Leben, bevor er sie in literarische, bildliche oder philosophische «Stoffe» umsetzt.

Die Ausstellung «Dürrenmatt und die Schweiz» lädt deshalb ein zu einer Neuentdeckung der Schweiz, wie sie Friedrich Dürrenmatt erlebte und in seinen Bildern, Texten und öffentlichen Auftritten kritisch-liebevoll verarbeitete. 

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