Zukunftsvisionen
28. August – 13. Dezember 2026
Unsere Welt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Künstliche Intelligenz erlebt einen rasanten Aufschwung, Kriege und Krisen nehmen zu, sogar das Weltall wird erobert und privatisiert. Diese derzeit allgegenwärtigen Themen sind schon in Friedrich Dürrenmatts Werk zu finden. Davon zeugen seine zahlreichen Collagen oder sein Gedicht Elektronische Hirne (1958), in dem er die generative KI fast siebzig Jahre vor deren Aufkommen voraussagt.
Die aktuellen Umwälzungen stehen auch im Mittelpunkt dreier Erzählungen Dürrenmatts, die die Ausstellung strukturieren und in denen er seine Zukunftsvisionen beschreibt:
- Das Unternehmen der Wega (1954) befasst sich mit der Eroberung von Mond, Mars und Venus
- Der Winterkrieg in Tibet (1981) spielt in einem Bunker, da sich nach einem atomaren Krieg nur noch unter der Erde leben lässt
- Der Versuch (1992, posthum veröffentlicht) schildert eine Welt, in der künstliche Intelligenzen die Macht übernommen haben.
In welcher Zukunft wollen wir leben? Welche Dystopien, aber auch welche Utopien sind möglich? Die Ausstellung versteht sich als Plattform für Diskussionen und Reflexionen sowie als einen Raum, der neue Perspektiven eröffnet.
Gastkünstlerinnen
Die Ausstellung greift Friedrich Dürrenmatts Visionen auf und bringt sie mit jenen zeitgenössischer Kunstschaffenden zusammen. Esther Hunziker, Zilla Leutenegger und Ernestyna Orlowska treten mit ihren eigens für die Ausstellung geschaffenen Werke in einen Dialog mit den Bildern und Texten Dürrenmatts. Die Autorin Martina Clavadetscher hat ihrerseits einen literarischen Text dazu verfasst, der anlässlich der Ausstellung veröffentlicht wird.
Centre Dürrenmatt Neuchâtel
2000 Neuenburg

