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Theo Goldbach

Theo studiert in der Fachklasse von Valérie Favre an der UdK Berlin und verarbeitet in multisensorischen Objekten und Installationen die Flüchtigkeit des Moments.

Die Werke fokussieren die kollektive Sinneserfahrung und beinhalten oft eine partizipative Komponente. Seine Arbeit ist insofern mit Dürrenmatts Praxis verwandt, dass sie sich nach außen wendet, um auf spitze, oft ironische Weise die eigene Positionierung zu reflektieren. 

Die Serie parfümierter Mülltüten thematisiert die Ambivalenz von Fortschritt und Zerstörung, inspiriert von Dürrenmatts «Die Physiker». Wie der Müll als Nebenprodukt des Wachstums in diesem Werk, verweist auch die Erfindung im Drama auf zerstörerisches Potenzial. In dieser Darstellung fungieren die Tüten als Euphemismus und eröffnen ein Spannungsfeld zwischen dem Ästhetischen und seinem abscheulichen Kern.