Zum Hauptinhalt springen

Konzert Résonances, Saadet Türköz (Stimme)

Sonntag, 1. April 2012, 17.00 Uhr

Musikalische Grössen und musikalische Weiten prägen die diesjährige Reihe der „Résonances" - Konzerte, welche Saadet Türköz am 1. April eröffnet. Die Stimmkünstlerin begibt sich improvisierend auf die Spuren ihrer kasachischen Vorfahren und eröffnet ungehörte, einzigartige Klangwelten.

Als Tochter kasachischer Flüchtlinge aus Ost-Turkestan in Istanbul geboren, landete Saadet Türköz in den späten 80er Jahren in der Schweiz und begann zu singen, zwischen den zwei Polen, bis heute: als musikalische Ahnenforscherin auf den Spuren ihrer kasachischen Vorfahren aus dem Hochland Zentralasiens und als neugierige Reisende, offen für neue Erfahrungen: Sie singt Wiegenlieder, Liebes- und Klagelieder, Heimat- und Heimwehlieder - kasachische, aserbaidschanische, anatolische oder aus der Schwarzmeer-Region stammende Volkslieder. Die Stimmkünstlerin und Komponistin Saadet Türköz singt diese Lieder pur; so pur, dass man das Persönliche und Eigene in der Annäherung an das Fremde spürt. Manchmal klingt das hart und schmerzlich, als würde das in den Liedern eingekapselte Leben und Leid nackt und schutzlos aus ihnen hervorspringen. Oft sucht die Sängerin dann improvisierend das Weite, lässt daraus neue Kompositionen mit eigenen Texten entstehen. Auch diese neuen Lieder gehören zu ihrem Repertoire.

Sie teilt ihre musikalischen Experimente mit Musikern aus der ganzen Welt. Nebst ihren häufigen Soloauftritten spielt sie regelmässig im Duo, Trio oder grösseren Formationen. Zu ihren Partnern gehören - um nur einige zu nennen -  Nils Wogram, Fritz Hauser, Elliott Sharp, Okyung und Peggy Lee, Xu Feng Xia und Carl Stone, das Schweizer Trio Koch-Schütz-Studer und das amerikanische Trio „what we live" mit Larry Ochs, Lisle Ellis und Don Robinson.    

Während ihres Aufenthalts im CDN entdeckt Saadet Türköz das literarische und bildnerische Universum von Friedrich Dürrenmatt und lässt die Architektur von Mario Botta auf sich einwirken. Die Eindrücke ihrer Reise wird sie am 1. April dem Publikum vermitteln.

Künstlerische Ko-Leitung: Fritz Hauser