Deborah Baumgartner
Hallo, mein Name ist Deborah Baumgartner, ich bin derzeit im zweiten Jahr an der Akademie von Meuron und werde nächstes Jahr mein Bachelorstudium an der ECAL beginnen. Mit den Medien Malerei und Zeichnen erkunde ich gerne Texte und zwischenmenschliche Dynamiken. Da ich Humor als Waffe besonders schätze, identifiziere ich mich besonders mit seinem zensurfreien und avantgardistischen Blick auf die Welt.
Auf seinem stabilen Fuss schwingt der Ventilator wiederholt von einer Seite zuranderen und wirbelt warme Luft, um uns zu erfrischen. Die Bewegung steht im Kontrast zur Unbeweglichkeit, die Stille zum mechanischen Geräusch und die Formen miteinander. Dieses Spiel mit Kontrasten und Spannungen, das dieses Objekt in sich birgt, erinnert an die absurden und paradoxen Situationen, mit denen die Figuren in Dürrenmatts oft dramatischen Inszenierungen konfrontiert sind.
Neu interpretiert verweist dieses Objekt aus dem Bereich des «Ready-made» auf den Mythos von Atlas, der von Dürrenmatt aufgegriffen wird, in dem die Last des Atlas zu einer Metapher für die menschliche Existenz wird.
Neben dem Ventilator liegt einesseiner Exemplare, Die Physiker, auf einem Metallhocker. Es suggeriert eine unvollendete Lektüre und hält die behandelten Themen in einer eingefrorenen Zeit fest.



